"MOZ - Raubmord in Münchehofe - "
Hoppegarten (MOZ-Auszug, 13. Januar 2009 ) ...
Das alte Mauerstück symbolisiert nach Aussage der Autoren die Geschichte von Dahlwitz-Hoppegarten, die sie versucht haben auf knapp 200 Seiten und in zahlreichen Grafiken und Fotografien lebendig werden zu lassen. "In diesem Mauerstück stecken kleine Felsen, die mit der Eiszeit hierher gekommen sind, aber auch Ziegel aus verschiedenen Jahrhunderten,


Raubmord in Münchehofe Münchehofe (moz) Die jüngste Publikation des Kulturvereins „Grünes Tor“ unter Federführung von Rudolf Dau und Walter Masche kommt am 10. April auf den Markt. Es handelt sich um eine kommentierte und mit vielen Grafiken ausgestattete Sammlung alter Dokumente aus der Geschichte der Dörfer Dahlwitz und Münchehofe im 18. und 19. Jahrhundert. Titelblatt: Einst gehörte die Mühle zu Münchehofe. © Rudolf Dau/Frei Die Titelstory „Raubmord in Münchehofe“ soll kein reißerischer Aufhänger sein, vielmehr hat der einstige Ortschronist Friedrich Knobel ein Manuskript mit Recherche-Ergebnissen hinterlassen, die nicht nur einen Justizskandal aus den 1850er Jahren dokumentieren. Außerdem verraten die herangezogenen Akten (überwiegend aus dem inzwischen weitgehend verschollenen Dahlwitzer Guts¬archiv) manches Detail aus dem arbeitsreichen Alltag damaliger Dorfbewohner.Beispielsweise ein komplettes, mit preußisch-deutscher Sorgfalt angefertigtes Inventar-Verzeichnis, das sehr konkrete Einblicke in die Haushaltsführung eines Münchehofer Bauernhofes vermittelt. Oder die Anzeige einer Magd, die ihren Dienstherrn vor der Dahlwitzer Ortspolizeibehörde gleich in fünf Punkten schwer bezichtigt. Ein weiteres Auswahl-Kriterium stellten „Grenzfragen“ zwischen Dahlwitz und Hoppegarten dar. Wer weiß heute noch, dass die Erpebrücke in der Alten Berliner Straße einst die Grenze zu Münchehofe markierte? Und dass der Dahlwitzer Rittergutsbesitzer Samuel v. Marschall 1720 mit dem Kauf des „Hohen Krugs“ (später Posthalterei, dann „Oberhof“ mit Rennstall, heute stehen dort eine Wohnsiedlung und das China-Restaurant) seinen ersten Vorstoß auf Münchehofer Territorium unternahm? Mit dem Ergebnis übrigens, dass genau ein Jahrhundert später das ganze nördliche Drittel der Ackerflur von Münchehofe zunächst dem Gutsbezirk Dahlwitz und später der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten zugeschlagen wurde. Charakteristisch auch das Schicksal jener Mühle, die als Titelbild auf dem Umschlag der Broschüre prangt. Sie war vom Dahlwitzer Müller auf Gutsland derer v. Marschall im nordöstlichen Winkel Münchehofes errichtet worden. Durch eine Begradigung der Frankfurter Chaussee (um 1800) geriet dieses Areal auf die „falsche“ Straßenseite und wurde schließlich 1939 der expandierenden Gemeinde Neuenhagen zugesprochen. Eine historische Karte von Dahlwitz und Münchehofe aus dem Jahr 1800 lässt die entsprechenden Umstände gut erkennen. Fünf Euro kostet die Broschüre „Raubmord in Münchehofe“, die am 10. April ab 16 Uhr im Schulungsraum der Feuerwehr an der Triftstraße der Öffentlichkeit öffentlich vorgestellt wird.