Von Friedrichshagen durch das Naturschutzgebiet Erpetal zum S-Bhf. Hoppegarten (Mark)
Im Natur- und Landschaftsschutzgebiet
Ein Weg durch Natur und Historie Mit der S-3 erreichen wir den Bahnhof Friedrichshagen vom Alexanderplatz in 20 Minuten. Nach Verlassen des Bahnhofs befinden wir uns am idealen Ausgangspunkt der Wanderung entlang dem E11. Der Weg führt nordwärts durch den Kurpark an einer Tennisanlage vorbei in die Kleingartenanlage „Erpetal“. Nach wenigen Metern, immer der Markierung folgend, trifft der Wanderer auf die Erpe, die uns fast bis zum Bahnhof Hoppegarten begleiten wird. Der Weg führt nun am östlichen Ufer stromaufwärts. Wir überqueren die kommenden 3 Brücken nicht, sondern wandern bis zur Mühlenstraße in Ravenstein weiter. Hier ist es möglich, einen ersten Blick in das sich öffnende idyllische Erpetal zu werfen.
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Den Markierungen folgend, geht es durch Dahlwitz in dessen Kern. Am Wegesrand sind immer mal wieder kleine Tafeln im Dorf
angebracht, um die Aufmerksamkeit auf einzelne Historien zu lenken. Im Dorfkern finden sich die Evangelische Kirche, die alte
Dorfschule und das Treskowsche Herrenhaus. |
Einzelne Etappen des Weges und interessante Haltepunkte
Bahnhof Friedrichshagen
Historischer Bahnhof; seit 1849 Haltepunkt der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn. Neugotischer Bahnhofsneubau 1900.
Kurpark Friedrichshagen
Angelegt im Jahre 1880, als Friedrichshagen Kurort war. In den ersten Jahren sprudelte
eine Quelle im Park, die aber bald versiegte. Internationale Aufmerksamkeit errang der Park in mit dem integrierten Naturtheater
und der Tennisanlage in den dreißiger Jahren.
Die Erpe
Typische Abflussrinne der letzten Eiszeit. Entspringt oberhalb von Altlandsberg und mündet in die Spree. Am Neuenhagener
Mühlenfließ, so wird die Erpe offiziell genannt, lagen ursprünglich bis zu 6 Wassermühlen.
Ravenstein
Die “Rabenstein’sche Mühle” wurde 1434 erstmals in einer Urkunde genannt. 1863 wurde das Areal von Heinrich von Treskow
erworben und gelangte so in die Gemarkung von Dahlwitz. Aus dem Mühlengebäude wurde ein beliebtes Ausflugslokal. Nach 1945
diente es längere Zeit als diakonisches Hospiz.
Heidemühle
Die Mühle taucht erstmals 1434 in einer kurfürstlichen Urkunde auf. Später Münchehofe zugeordnet, kam sie 1858 in Besitz des
Dahlwitzer Gutsherrn.. Auf den alten Fundamenten der Mühle wurde 1891 das jetzige Gebäude errichtet, in dem bis 1945
gemahlen und durch eine Turbine Strom erzeugt wurde.
Ehemalige Treskow-Grabstätte
Beigesetzt wurden hier Heinrich von Treskow d. Ä., seine Ehefrau Marianne, seine Schwiegereltern, die Eheleute von Knoblauch,
sowie seine beiden Söhne. Die Grabsteine wurden auf Initiative des Kulturvereins auf dem Dahlwitzer Friedhof wieder aufgestellt.
Historischer Dorfkern Dahlwitz
Als deutsche Bauernsiedlung wahrscheinlich um 1250 entstanden, 1370 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Rittergutsbesitzer
waren u. a. die Familie von Krummensee, der Bibel-Herausgeber Freiherr von Canstein, der Minister Samuel von Marschall und
von 1850 bis 1945 die Familie von Treskow.
Evangelische Kirche
Vermutlich um 1300 als Wehrkirche erbaut, die Westfront zeigt noch das alte Mauerwerk. Ein Turm kam erst später dazu.
1733 größerer Um- und Ausbau durch Samuel von Marschall. Unter dem neuen Ostflügel entstand seine Familiengruft, die mit
ihren imposanten Steinsärgen heute noch zu besichtigen ist .
Herrenhaus Dahlwitz
Das Gebäude im spätklassizistischen Stil (Bauherr H. v. Treskow; Architekt Friedrich Hitzig) wurde 1856 bezugsfertig. Die
Parkanlagen gehen auf einen Gestaltungsentwurf von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1821 zurück. Beides ist seit 2004 im Besitz
der Brandenburgischen Schlösser GmbH, die das Anwesen denkmalgerecht sanieren und rekonstruieren wird.
Friedhof Dahlwitz-Hoppegarten
Der Friedhof gliedert sich in den kirchlichen und den kommunalen Teil. 1892 wurde der kirchliche Teil mit der Kapelle eingeweiht.
Viele historische Grabstätten von Persönlichkeiten des Rennsports und des öffentlichen Lebens der Gemeinde sind noch erhalten
und werden vom Kulturverein gepflegt.
Galopprennbahn Hoppegarten
Sie wurde 1867 vom Union-Club auf dem Gelände des Vorwerks Hoppegarten begründet, das H. v. Treskow zu diesem Zweck verkauft
hatte. Erster offizieller Renntag war der 17. Mai 1868 in Anwesenheit von Wilhelm dem 1. und seinem Kanzler Otto von Bismarck.
Nach 1945 verstaatlicht, befindet sich die Renn-bahn heute im Besitz einer GmbH. Im Auf-trage der "Treuhand"-Nachfolgerin BVVG
wurde die Liegenschaft zum Verkauf ausgeschrieben, um sie wieder in private Hand zu bringen.
S-Bahnhof Hoppegarten /(Mark)
Am 1. 10. 1867 wurde die Teilstrecke Berlin - Küstrin der “Königlichen Ostbahn” eröffnet, die die preußische Hauptstadt auf kürzestem
Wege mit Königsberg verband. 1870 wurde Hoppegarten dauerhafter Haltepunkt. Das war von großer Bedeutung für die Entwicklung
Rennbahn und des ganzen Ortes.
Impressum: Email-Kontakt: Herr Peter Brock |
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